Musica Judaica e.V.,
Frankfurt am Main
- Der Frankfurter Verein Musica Judaica versteht sich aufklärerisch und will Musik mit Bezug zur jüdischen Kultur oder mit jüdischer Thematik durch Konzerte, Vorträge und Aufnahmen einem breiteren Publikum bekanntmachen. Sein besonderes Ziel ist es, selten oder nie gespielte Werke von Komponisten, die der "Neuen Jüdischen Schule" der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts angehört und in den deutschen Großstädten vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten das deutsche Musikleben mitbestimmt haben, wiederzuentdecken. Einmal verschüttet, wurde diese Musik auch nach dem Zweiten Weltkrieg kaum wahrgenommen oder wurde, wenn überhaupt, nur als Dokument verfemter Musik gewürdigt. Aber Komponisten wie Joseph Achron, Julius Engel, Joachim Stutschewsky, Lazare Saminsky, Alexander Weprik, Victor Ullmann, Salomon Jadassohn, Bernhard Sekles, Otto Felix Dessoff, Erich Itor Kahn und andere haben jüdische und europäische Tradition zu einer eigenständigen musikalischen Sprache verbunden — zu einer Musik, die unter anderen historischen Umständen heute zum europäischen Kanon gehören würde.
- Jedes Jahr finden mindestens zwei Kammerkonzerte statt, außerdem ist eine Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt angelaufen, und mit Unterstützung der Commerzbank-Stiftung konnte die erste CD erscheinen. Das Interesse von renommierten Musikern, an diesem Programm mitzuwirken, ist groß, so daß nicht nur Solisten, sondern auch schon die verschiedensten kammermusikalischen Formationen auftreten konnten. Für die musikalischen Veranstaltungen stellt das Bechstein Centrum seinen Ausstellungsraum zur Verfügung.
Veranstaltungen:
- 27. Januar 2012,
19:30 Uhr - (Holocausttag)
Benefizkonzert mit dem
Adorno Quartett Frankfurt
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